Prag, die goldene Kongressstadt

Seit 1963 publiziert die ICCA, die die International Congress and Conference Association ihre Weltrangliste der Kongressstädte

Prag hält sich auch weiterhin unter den Top 20 der weltweit beliebtesten Kongressstädte. Im diesjährigen Beliebtheits-Ranking der internationalen ICCA-Kongress Association kam die Moldaumetropole auf Platz elf. Einen besonderen Anteil an der Beliebtheit Prags als Destination für Kongresse und Tagungen hält das Kongresszentrum unter dem Vyšehrad.

Seit 1963 publiziert die ICCA, die die International Congress and Conference Association ihre Weltrangliste der Kongressstädte. „Platz elf in dieser Weltrangliste ist gar nicht so schlecht. Im Gegenteil“, lacht Lenka Žlebková, Vertriebs- und Marketingleiter des Prager Kongresszentrums. „In Konkurrenz mit großen und bedeutenden asiatischen Städten ist das ein hervorragendes Ergebnis“, sagt sie.

Ziel: Top 5

Im europäischen Vergleich hat es Prag sogar auf Platz neun der beliebtesten Kongressstädte geschafft. „Hier sind unsere Ambitionen aber höher. Zusammen mit unseren Partnern wie dem Prager Convention Bureau und anderen professionellen Event-Veranstaltern, können wir es unter die Top 5 der besten europäischen Kongressdestinationen schaffen“, sagt Lenka Žlebková überzeugt.

Die Ambitionen des Prager Kongresszentrums (KCP) sind keinesfalls zu hoch gesetzt. Mit einem neuen internationalen Management baut das KCP auf einer soliden Grundlage.

„Wir verfolgen neue Trends und Entwicklungen in der Kongressbranche genau. Unser Ziel ist aber nicht nur, mit diesen Schritt zu halten. Sondern ihnen einen Schritt voraus zu sein“, sagt Roman Ray Straub, Direktor des KCP. Der Deutsche ist erst seit kurzem wieder in Prag, wo er ein Luxushotel gemanagt hat.

Momentan erwartet das Kongresszentrum einen Ausbau. „Wir freuen uns darauf, bald einen Gewinner unseres architektonischen Wettbewerbs um den Ausbau von neuen Messehallen küren zu dürfen“, sagt Straub. Zudem investieren er und sein Team in neue Technologien, die Organisation und die Durchführung von Kongressen Konferenzen angenehmer und das Ergebnis besser machen sollen. „Allein in audiovisuelle Technologien haben wir jetzt 15,5 Millionen Kronen investiert. Weitere 15 Millionen Kronen gehen in ein digitales Navigationssystem. Außerdem werden wir über 2,5 Millionen Kronen in die mobile technische Ausstattung des Gebäudes stecken“, sagt Straub.

Fit für morgen


Umfragen bestätigen, dass die Digitalisierung ein wichtiges Thema für den Kongresstourismus ist. Die Generation Y, also alle, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind, kennen ja ein Leben ohne Internet und Smartphone kaum noch. „Das ziehen wir alles genau in Betracht, um das KCP fit für die Anforderungen von heute und morgen zu machen“, sagt Kongresszentrum-Chef Straub. „Deshalb wählen wir unsere Partner und Zulieferer sehr genau aus und sind offen für alles, was unseren Besuchern und Gästen den ihren Aufenthalt angenehmer macht“, sagt Straub.

Schon jetzt lässt sich vieles vom Computer aus erledigen: Ob Programminformationen oder -änderungen, oder die schnelle Registrierung online. „Alles muss einfach, schnell und effektiv vor sich gehen. Und soll auch Spaß machen“, sagt Vertriebschefin Žlebková.

Das Prager Kongresszentrum, das ist sein großer Vorteil, verfügt über eine recht variable Raumordnung. Dank der Architektur des neofunktionalistischen Gebäudes, das 1981 als Prager „Kulturpalast“ eröffnet wurde, sind mehrere Veranstaltungen auf einmal möglich. Denn das Kongresszentrum ist ein drei eigenständige Einheiten aufgeteilt, die alle über einen eigenen Eingang verfügen.

Derzeit bietet das Kongresszentrum Prag eine Ausstellungsfläche von insgesamt 13 000 m2. Bis im Jahre 2020 wird die um eine multifunktionelle Halle ergänzt werden, die vor allem den Wünschen und Anforderungen medizinischer Kongresse gerecht werden soll.

Lohnende Investition?

Das Prager Kongresszentrum gehört zu 55 Prozent dem tschechischen Staat. Die restlichen 45 Prozent hält die Stadt Prag. Jährlich führt das Kongresszentrum rund 700 Millionen Kronen an den staatlichen und öffentlichen Haushalt ab. Über die Hälfte davon stammt aus so genannten Standardveranstaltungen. „Als Standardveranstaltungen bezeichnen wir all die Kongresse oder Konferenzen, die im Durchschnitt zwei Tage dauern und mehr als 450 Teilnehmer haben“ erklärt KCP-Chef Straub.

Dann gibt es auch noch Veranstaltungen, die im Durchschnitt 4,3 tage dauern und um die 2000 Besucher haben. „Die können aus organisatorischen Gründen nur im Prager Kongresszentrum durchgeführt werden, sie generieren rund 300 Millionen“, erklärt Straub.

Wie das eingangs erwähnte ICCA in einer Studie fand, ist der Kongresstourismus ein wachsendes Business, die Zahl der Kongresse steigt jährlich. „Zudem liegt das Prager Kongresszentrum stadtnah und dank seiner Anbindung an das Prager U-Bahn Netz und die Stadtautobahn verkehrstechnisch sehr günstig“, sagt Roman Ray Straub. Der KCP-Direktor ist überzeugt: „Investitionen in das Gebäude ergeben Sinn.“

Tschech.News in kooperation mit LandesEcho.cz

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